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Mehrwertsteuer

wird stets nur dann ersetzt, wenn sie auch tatsächlich angefallen ist. Dies muss durch eine Rechnung, Quittung oder ähnliches nachgewiesen werden. Wer allerdings zum Abzug der Vorsteuer berechtigt ist, kann die Mehrwertsteuer nicht ersetzt verlangen. Denn dann stellt sie keinen Schaden dar.

Mietwagenkosten

fallen an, wenn anstelle des Verzichts auf einen Pkw ein Leihwagen angemietet wird. Diese Variante sollten Sie nur wählen, wenn Sie mit dem Mietwagen mindestens 20 km pro Tag fahren, weil Sie anderenfalls Probleme bei der Durchsetzung der angefallen Kosten bekommen können. Außerdem dürfen Sie nur zu marktüblichen Preisen und nicht zu - in der Regel überhöhten - Unfallersatztarifen anmieten. Erkundigen Sie sich also bei mehreren Autovermietern nach den Tarifen.

Minderwert

(auch Wertminderung) fällt an, wenn bei einem Pkw nicht unwesentliche Schäden insbesondere an tragenden oder sicherheitsrelevanten Teilen entstanden sind, weil über Bagatellen hinausgehende Schäden bei einer Veräußerung angegeben werden müssen und dann zu einer Kaufpreisreduzierung führen.

Neuwagenersatz

kann vom Geschädigten verlangt werden, wenn bei einem neuwertigen Kfz, das höchstens 4 Wochen alt ist und eine maximale Laufleistung von 1.000 km aufweist, eine erhebliche Beschädigung tragender oder sicherheitsrelevanter Teile eingetreten ist. Der Geschädigte muss aber auch tatsächlich ein fabrikneues Ersatzfahrzeug erwerben.

Nutzungsausfallentschädigung

kann verlangt werden, wenn für die Dauer der Reparatur oder Ersatzbeschaffung auf ein Ersatzfahrzeug verzichtet wird, aber generell Wille und Möglichkeit zur Nutzung des Pkw bestanden haben. Die Dauer und die Höhe bestimmt der Sachverständige.

Reparaturaufwand

ist der Betrag, der sich aus der Addition der Reparaturkosten mit dem Minderwert ergibt.

Reparaturkosten

werden vom Sachverständigen im Gutachten oder der Werkstatt im Kostenvoranschlag festgelegt. Sie werden bei fiktiver Abrechnung auf Gutachtenbasis von den Haftpflichtversicherern rechtswidrig gekürzt, wenn darin Verbringungskosten (z. B. in eine Lackiererei) oder aber sog. UPE-Aufschläge (Zuschläge der markengebundenen Werkstätten für unverbindliche Preisempfehlungen der Hersteller) enthalten sind, die bei fiktiver Abrechnung nicht angefallen sind bzw. nachgewiesen werden (können).

Der Streit über die Höhe der Stundenverrechnungssätze wurde vom Bundesgerichtshof derart gelöst, dass der Geschädigte grundsätzlich die Werte einer Vertragswerkstatt des Herstellers verlangen kann. Weist bei fiktiver Abrechnung solcher Kosten die Versicherung nach, dass dem Geschädigten eine freie Fachwerkstatt mühelos und ohne Weiteres zugänglich ist, sind deren niedrigeren Werte maßgeblich, wenn die Reparatur dort den gleichen Qualitätsstandard aufweist. Der Geschädigte kann dem entgegenhalten, dass sein Fahrzeug noch nicht älter als 3 Jahre ist oder stets in einer markengebundenen Fachwerkstatt repariert und gewartet wurde. Dann erhält er die höheren Kosten.

Rechtsanwaltsgebühren

sind kausale Schadenfolge und daher von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu übernehmen. Die Dienstleistung eines unabhängigen Rechtsanwalts, der sich allein auf die Vertretung und Durchsetzung Ihrer Interessen konzentriert, kostet Sie also beim unverschuldeten Unfall nichts.

Restwert

ist der vom Sachverständigen nach Recherche auf dem regionalen Markt ermittelte Wert, den der beschädigte Pkw nach dem Unfall in beschädigtem Zustand noch aufweist. Häufig unterbreiten Haftpflichtversicherer unmittelbar nach dem Unfall ein höheres Ankaufangebot eines sog. Restwerthändlers. Dies kann unter Umständen der Abrechnung zugrunde gelegt werden mit der Folge, dass sich der Schadenersatzbetrag für die Versicherung - ggf. zu Lasten des Geschädigten - reduziert.

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